Dienstag, 21. November 2017

Das Ergebnis: Die Antwort auf die Frage, warum wir nur an manchen Büchern das Interesse verlieren.


Ich habe Meine Schwester Klara und das liebe Geld, sowie Wenn du dich gruseln willst noch einmal gelesen und bin zu einem interessanten Ergebnis gekommen. Für mich interessant.

Ergebnis
Die emotionale Bindung und Erinnerung, die ich an ein Buch knüpfe, ist ausschlaggebend für meine Bewertung des Buchs.

Meine Schwester Klara und das liebe Geld ist ein wunderbares Kinderbuch. Beim Lesen kamen einige Erinnerungen hoch und mir war sofort wieder bewusst, warum ich die Bücher so mochte. Sie sind locker, leicht und witzig.
Allerdings sind es wirklich Kinderbücher. Aus Nostalgie noch mal eins zu lesen, war schön, doch um die Serie weiter zu verfolgen, fehlt mir die Ausführlichkeit einer Geschichte.
Ich bin aus den Büchern herausgewachsen, deswegen konnte ich ihm auch nur 4 Sterne geben, obwohl ich kein Kritikpunkt habe. Für den fünften Stern fehlte mir etwas.

Wenn du dich gruseln willst war schon schwieriger zu bewerten. Die Gruselgeschichten waren klasse, doch ich hatte einen Kritikpunkt, über den ich nicht wegsehen konnte. Dieser Kritikpunkt ist mir als Kind überhaupt nicht aufgefallen, nun aber lässt er mich das Buch in einem anderen Licht sehen.
Nichtsdestotrotz hat das Buch von mir 5 Sterne bekommen, da sich ein Teil von mir massiv dagegen gesträubt hat, einen Stern aufgrund der Kritik abzuziehen. Die emotionale Bindung, die ich zu dem Buch habe, beeinflusst an dieser Stelle meine Bewertung.

Zusammenfassung
Ob mir ein Buch nach einigen (oder vielen Jahren) noch gefällt, hängt stark von der emotionalen Bindung ab.
Ist diese Bindung nicht so stark, steht das Alter, indem man als Leser ist und für das das Buch geschrieben wurde im Vordergrund.


An dieser Stelle sei noch einmal erwähnt, dass ich diesen Versuch nur mit mir gemacht habe und mein Ergebnis damit nicht repräsentativ ist.


Ich wünsche Euch eine langlesige Woche.

Angela

Donnerstag, 9. November 2017

Das Experiment: Warum verliert man das Interesse an manchen Büchern?


In letzter Zeit stolpere ich immer wieder über die Aussage: „Dieses Buch habe ich aussortiert, weil es nicht mehr meinem Lesegeschmack entspricht.
Diese Aussage irritierte mich.

Wie kann es sein, dass man ein Buch plötzlich nicht mehr mag, obwohl man es zwei Jahre zuvor toll fand?

Diese Frage hat mich nicht mehr losgelassen und ich bin zu ein paar Überlegungen gelangt. Ob diese stimmen, zumindest für mich stimmen, will ich in einem kleinen Versuch überprüfen.

Zu meinen Überlegungen
Einige begründen das Aussortieren mit dem Hinweis, sie sein aus besagtem Buch oder sogar dem Genre herausgewachsen. Das Alter könnte demnach eine Rolle bei der Bewertung eines Buchs spielen.
Mir selbst ging es so, als ich Tagebuch eines Vampirs mit 24 noch einmal gelesen habe. Als Teenager habe ich diese Bücher verschlungen und fand sie toll. Mit 24 hat es mich gut unterhalten, doch mehr als den ersten Band musste ich nicht lesen. Ich konnte nachvollziehen, was ich damals so toll fand, doch wollte sich dieses Gefühl nicht mehr einstellen.
Anders bei John Sinclair. Ich habe die Hefte als Kind und Jugendliche geliebt und tue es heute noch.

Hat möglicherweise das Alter der Zielgruppe etwas mit bleibenden Interesse zu tun?
John Sinclair richtet, im Gegensatz zu Tagebuch eines Vampirs, an ein älteres Publikum. Mag ich die Hefte als Jugendliche, ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie mir als Erwachsene immer noch gefallen, größer.
Allerdings habe ich zu John Sinclair eine andere emotionale Bindung als zu Tagebuch eines Vampirs.
Sind emotionale Bindungen und Erinnerungen der ausschlaggebende Punkt, der uns geschmacklich an eine Buch bindet?

Um diesen Fragen nachzugehen und besonders der letzten, habe ich mir zwei meiner Lieblingskinderbücher herausgesucht. Beide habe ich als Kind sehr geliebt, mit beiden verbinde ich emotionale Erinnerungen. Bei dem einen ist diese stärker als bei dem anderen.

Ich bin gespannt, zu welchem Ergebnis ich gelangen werde.

Ich wünsche euch einen buchtaschtischen Tag.

Angela

Donnerstag, 2. November 2017

Frag Tante Angela: Was ist so faszinierend an Büchern oder Briefmarken?

Heute widmen wir uns dem Thema Faszination und Begeisterung. Was ist so toll an Büchern, Briefmarken oder Modelleisenbahnen?


Manche Leidenschaften oder Hobbys werden gern belächelt, sie sind nicht cool (auf den ersten Blick), scheinen langweilig oder altbackend. Doch wird dabei gern ein wichtiger Punkt übersehen; die Begeisterung derer, die sich ihrem Hobby, ihrer Sammelleidenschaft widmen.

Habt ihr euch schon mal gefragt, warum das Betrachten eines Kunstwerks akzeptabel ist, das Sammeln von Briefmarken jedoch uncool?

Im Video gehen wir diesen Fragen nach.

Ich wünsche Euch einen sammeligen Tag.

Angela

Freitag, 27. Oktober 2017

Frag Tante Angela: Halloween Special; Woran erkennt man eine Hexe?


Es wurden ganze Bücher mit der Frage Woran erkennt man eine Hexe gefüllt. Das wohl berühmteste Werk, welches sich mit der Frage beschäftigt, ist der Hexenhammer. Detailreich erläutert er, wie man die Auffälligkeiten einer Hexe entdeckt und interpretiert. Des Weiteren bietet er eine genaue Darstellung der Missetaten dieser verlorenen Seelen und zeigt auf, wie mit ihnen zu verfahren ist.


Ich bin von diesem Muster ein bisschen abgewichen, es liegt aber auch nicht in meiner Absicht, Hexen zu jagen und vor die Inquisition zu schleifen. Viel mehr gehe ich der Frage Woran erkennt man eine Hexe nach, weil ich mir die modernen Merkmale einmal genauer anschauen wollte.

Woran erkennt man eine Hexe?

Am Hut?
Wir kennen sie alle, die spitzen Hexenhüte, aber tragen Hexen wirklich solch ausgefallene Kopfbedeckungen?
Wenn ja, warum ist das so, welche tiefere Bedeutung hat es?

Sind es vielleicht doch eher ihre Begleiter oder Mitbewohner?
Treiben sich Katzen, Frösche, Raben, Elstern, Eulen, Ziegen in der Nähe von Hexen rum? Viele dieser Tiere werden mit dem Teufel in Zusammenhang gebracht und das färbt auf Hexen ab.

Ein Blick in die Küche verrät die Hexe, oder?
Der Kessel, ein weiteres sehr verbreitetes Symbol für die Hexe und das zurecht. In einem ordentlichen Kessel kann man Zaubertränke brauen und Kindersuppe kochen. Warum das Herdfeuer ebenso wichtig wie der Kessel ist, dass erfahrt ihr im Video.

Der Besen, dass beliebteste Fortbewegungsmittel der Hexen, daran erkennen wir sie nun wirklich.
Seit wir auf dem Land wohnen, sind wir jeden Samstag von Besen umgeben, denn hier kehren die Menschen selbst die Straße. Sind das alles Hexen und Hexer oder ist der Besen vielleicht doch nicht das sicherste Erkennungsmerkmal?

Es gibt eine Sache, an der könnt ihr Hexen auf jeden Fall erkennen.
Woran?
Das verrate ich euch im Video.

Der Hexenhammer Malleus Maleficarum
Link zum Buch

Das geheime Wissen der Kräuterhexen
von Barbara Beckmann und Dieter Beckmann
Link zum Buch:

Lexikon der Magie und Hexerei
von David Pickering
Link zum Buch:

Emma und der Fluch der Haguzza
von Angela Gaede
Link zum Buch

Emma Zaunreiterin

von Angela Gaede
Link zum Buch


Ich wünsche euch einen gut-gehexten Tag.

Angela


Montag, 23. Oktober 2017

Keine Angst vor Horrorbüchern



Eigentlich wollte ich euch passend zu Halloween Bücher vorstellen, nach Gruselgrad sortiert, doch es wollte so überhaupt nicht mit dem Dreh klappen.

Nachdem ich noch einmal in mich gegangen bin, ist mir dann bewusstgeworden, woran es lag.

Prämisse: Menschen Lust auf Gruselbücher machen, die mit dem Genre nicht so viel anfangen können.

Das war meine Motivation, der Gedanke hinter dem Video. Nachdem mir das bewusstgeworden war, habe ich mich noch einmal vor die Kamera gesetzt und dann klappte es.

Horror- oder Gruselbücher sind so viel mehr als nur Blut, Monster und Ekel. Sie bieten dem Autor die Möglichkeit, anders an bestimmte Themen heranzugehen. Wie könnte man Einsamkeit und Isolation besser darstellen, als in Form von Kafkas Die Verwandlung.

Bei vielen Büchern dient die gruselige Atmosphäre, um tiefgehende Themen zu transportieren (Frankenstein, Der Rabe, Der Besucher usw.). Man muss nur manchmal genau hinschauen und die Nebelwand des Schreckens durchschreiten.

Was ein Schokoladenkuchen mit Horrorbüchern gemeinsam hat?
Warum auch gruselige Bücher intellektuell sein können?
Welche Interpretationen Stephen Kings Werke bieten, das erfahrt ihr im Video.


Ich wünsche Euch eine gruseltastische Woche.

Angela

Freitag, 20. Oktober 2017

Frag Tante Angela: Halloween Special; Was tun gegen Vampire


Eigentlich wollte ich euch zeigen, wie man einen Kürbis schnitzt, doch dann fand ich es wichtiger, euch vor den Vampiren zu warnen.


Was ist ein Vampir?

Wie wird man zum Vampir?

Was hilft gegen Vampire?


All das und noch mehr, erfahrt ihr im Video.


Ich wünsche Euch eine friedliche, vampirfreie Nacht.

Angela

Montag, 16. Oktober 2017

Frag Tante Angela: Steigerung des Wohlbefindens


Manchmal ist man traurig, schwermütig, hat Sorgen. So geht es jedem von uns. Mein Problem, und auch das mag der ein oder andere kennen, ist die Intensität dieser Gefühle.


Ich gehöre nicht zu den Menschen, die sich diesen Gefühlen für eine gewisse Zeit hingeben und dann loslassen können. Mittlerweile versuche ich, nicht mehr vor ihnen wegzulaufen, ich nehme sie an (mal gelingt das besser, mal nicht). Doch leider sind sie damit nicht aufgelöst oder weg, sie beschäftigen mich weiterhin. Deswegen habe ich für mich Strategien entwickelt, nicht von meinen Emotionen weggetragen zu werden.

Solange ich arbeite, etwas zu tun habe, gelingt es mir besser, die Gefühle zu unterdrücken (na, kennt das jemand?), sobald es ruhiger wird, ich zur Ruhe komme, sind die Emotionen, Sorgen, Gedanken ebenfalls da.

Lösung
Mehr Arbeit!
Nein!
Die Emotionen ziehen Kraft, die vermehrte Arbeit ebenso und hinzukommt noch der Kraftaufwand für das Aufrechterhalten der Gefühlsbarrieren. Wir verbrauchen in solchen Zeiten mehr Kraft, als wir haben, was früher oder später dazu führen kann, dass wir ausgebrannt sind. Als erstes brechen die Barrieren und wenn das im Lebensmittelladen passiert … Das will doch keiner.

Deswegen ist es wichtig, dass wir uns gerade in emotional schwierigen Zeiten Ruhe gönnen und Kraft tanken. Nur wie soll das funktionieren, wenn mit der Ruhe die Sorgen und Gefühle kommen?

Wir sorgen für eine Steigerung des Wohlbefindens.

Anders ausgedrückt, wir tun Dinge, die uns guttun, einen positiven Effekt auf uns haben. Mir helfen Dinge, die beruhigend, ordnend oder heimelig wirken.

Dufttherapie
Der Lavendel hat eine beruhigende Wirkung, sowohl als Duft, wie auch als Tee und Gewürz. Ich bevorzuge ihn als Duft.
Wer Lavendel nicht riechen kann, greift auf einen anderen Geruch zurück. Mittlerweile ist die Bandbreite an z.B. Duftkerzen so groß, dass jeder etwas Passendes findet. Bei den meisten Menschen erzeugen Gerüche Erinnerungen, diese Tatsache können wir nutzen.
Ich besitze eine Duftkerze, die nach gerösteten Mandeln riecht und mich direkt an Weihnachtsmärkte erinnert. Wenn ich das rieche, steigen Erinnerungen aus meiner Kindheit auf. Meine Mama und ich laufen über den Weihnachtsmarkt, alles duftet herrlich, die Stände sind hell erleuchtet und die angebotenen Waren erscheinen mir ausgefallen, wunderschön und exotisch.
Ich fühle mich in dieser Erinnerung wohl.

Beschäftigungstherapie
Dieses Wort wird leider sehr häufig abwertend benutzt. Ich bitte euch, den Begriff neutral zu betrachten.
Vor einigen Jahren hatten wir einen Trauerfall in der Familie. Es war sehr schwer für mich, damit umzugehen. Die Trauer ließ mich nicht los, ich konnte nicht abschalten, ihr nicht entfliehen. Plötzlich war da dieser Gedanke. Ich kann euch beim besten Willen nicht sagen, wo er herkam, wie er entstanden ist.

Ich muss meine Hände beschäftigen!

Das war der Gedanke und ich folgte ihm, indem ich anfing, richtig Stricken und Häkeln zu lernen. Das Konzentrieren auf die Maschen, Muster, das Zählen half mir, für kurze Zeit aus der Trauer herauszukommen.

Handarbeiten
Malen
Puzzeln
Basteln
Gartenarbeit


Alles Dinge, die für mich mehrere Effekte haben. Die Konzentration auf etwas Ordnendes, Zählendes (Malen nehme ich hier aus), was mich beruhigt und meine Gedanken klärt.
Meine Hände sind beschäftigt. Ich kann nicht sagen, warum das für mich so wichtig ist.
Am Ende steht die Ausschüttung von Glückshormonen durch die Aktivierung unseres Belohnungszentrums. Ist die Socke fertig, das Bild entstanden oder blühen die ersten Blumen, haben wir etwas vollendet. Die Arbeit hat sich ausgezahlt, wir werden mit dem fertigen Ergebnis belohnt.

Dem Körper etwas Gutes tun
Beruhigende Tees, heiße Schokolade.
Der Duft allein kann bereits ein Wohlgefühl hervorrufen, hinzukommen die Wärme, Inhaltsstoffe und der Geschmack.
Kochen vereint die Beschäftigungstherapie mit der Dufttherapie und dem Genuss.

Das Lesen
Ihm kommt eine Sonderstellung zu, da es uns forttragen kann und/oder Hilfestellung leistet, je nach dem, was wir lesen. Mich entspannen Krimis und Kinderbücher. Ich kann in die Geschichten abtauchen und eine Weile alles vergessen. Gleichzeitig können mir Sachbücher Hilfestellungen bei gewissen Themen bieten, hier fällt ein Wegkommen von der Thematik allerdings weg.

All diese Strategien machen nicht sofort sorgenfrei oder glücklich, helfen aber für kurze Zeit aus der Trauer, der Schwermut und den Sorgen herauszutreten. Am Anfang vielleicht nur für ein paar Minuten, doch können aus diesen, Stunden werden.

Es geht nicht um Kontrolle oder Weglaufen, es geht darum, sich zu erinnern, dass es möglich ist, sich besser oder sogar gut zu fühlen.


Ich wünsche Euch eine gut-fühl-Woche.

Angela