Freitag, 19. August 2016

Einblicke in das Arbeitsleben einer Autorin: Freude und Frustration

Da war ich wohl ein bisschen still. Zwei Gründe dafür sind Umzugskartons und Chucks in Pink.

Umzugskartons?
Chucks in Pink?


Bis Anfang September sind zwei neue Bücher geplant. Das habe ich euch ja bereits erzählt. Dann sollte ich euch jetzt vielleicht etwas Neues erzählen.

Buch Nummer 1 steht. Genauer gesagt, es liegt in der zweiten Überarbeitung auf meinem Schreibtisch. Es hat mir wirklich Spaß gemacht, das Sachbuch zu schreiben.

Ein Sachbuch und Spaß? Geht das denn?

Und ob. Ich lese sehr gern Sachbücher und scheinbar schreibe ich sie auch gern. Das Buch behandelt das Thema "Die erste eigene Wohnung". Die Ausbildung/Uni fängt an oder ist beendet und nun macht man sich auf, die erste eigene Wohnung zu suchen und zu finden. Das ist manchmal gar nicht so einfach. Ich hätte mir damals ein Buch gewünscht, dass mir Orientierungspunkte bietet. Da ich davon ausgehe, dass es einigen Umzugsneuligen noch immer so geht, habe ich das Buch (das ich gern gehabt hätte) jetzt geschrieben.

Tipps und Tricks beim Umzug
Cover-Entwicklung. Natürlich mit Katze.

Es war interessant all die Fakten zusammenzutragen, die Anekdoten meiner Erfahrungen haben mich schmunzeln oder den Kopf schütteln lassen. Merkwürdigerweise war ich dieses Mal gar nicht aufgeregt, als das Buch zum Testlesen ging. Vielleicht, weil ich so einen Spaß beim Schreiben hatte. Vielleicht, weil ich mich direkt auf das zweite Buch konzentrieren musste.

Kommen wir zu den Chucks. Das zweite Buch ist ein Liebeskomödie, die mich manchmal ganz schön frustriert hat. Wenn ich mich an den Computer gesetzt habe, lief es mit dem Schreiben richtig gut, doch der Weg zum Computer …

Ich muss an der Stelle etwas erklären. In meiner Jugend und auch heute noch nutze ich Papier und Stift, um meine Gedanken und Gefühle zu ordnen, sie zu erkennen. Das ist eine andere Art von Schreiben, eine seelische, therapeutische. Es ist anders als das Schreiben von Geschichten, trotzdem besteht eine Verbindung. Wenn ich mich vor der Arbeit als Autorin/Schriftstellerin drücke, hat das einen Grund.
Bis ich diesen aber erkannt hatte, war ich manchmal richtig frustriert.

Ich erzähle euch das, weil mir sehr oft Aussagen begegnen, die meiner Meinung nach in eine falsche Richtung gehen.

Wenn du etwas tust, dass du liebst, dann läuft es auch.
Ich will nur etwas tun, was mir Freude macht.


Du kannst etwas tun, was du liebst, du kannst Freude haben und trotzdem manchmal frustriert sein. Ich glaube, gerade wenn man seiner Leidenschaft folgt, dann muss man ab und an mit stärkerem Wellengang rechnen, schließlich ist deine Arbeit mit deinen Gefühlen/deiner Seele/deiner Psyche verbunden.

Belastet dich etwas, dann hat das immer Auswirkungen auf dein Tun. Bei kreativen Berufen sind die Auswirkungen stärker oder deutlicher. Das muss nicht schlecht sein. Maler haben die unterschiedlichsten Phasen. Bilder voller Liebe, voller Wut, voller Angst. Jedes hat seine Berechtigung und seine eigene Schönheit.

Zum Problem wird es nur dann, wenn du blockiert bist. Anstatt zu malen, wäscht du lieber alle Pinsel aus. Anstatt zu schreiben, räumst du lieber den Schreibtisch auf.

Es ist gut, wenn man in solchen Phasen jemanden hat, der einem den Wald zeigen kann (ihr wisst schon, den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen). Mir hilft reden oder freischreiben. Ich setze mich hin, stelle mir die Frage, warum ich mich vor dem Schreiben drücken will und schreibe 10 Minuten alles auf, was mir in den Sinn kommt. Dabei mache ich keine Pause, achte nicht auf Rechtschreibung oder den Inhalt, ich schreibe einfach.
Dabei sind schon höchst skurrile und interessante Dinge rausgekommen.

Manchmal schreibt sich ein Buch von selbst. Manchmal muss man um jedes Wort ringen. Aber ist die Liebe nicht genau das; facettenreich?!
Geborgenheit, Kraft, Sanftmut, Beständigkeit. Eifersucht, Leidenschaft, Feuer, Wildheit.
Folgt man nun seinem Herzen und tut das, was man liebt, bleibt nicht aus, dass die Liebe ihre verschiedenen Gesichter zeigt.


Ich wünsche euch einen liebevollen Tag.

Angela

Freitag, 5. August 2016

Grenzen


Lasst uns über Grenzen reden und über Kleinigkeiten. Ich bin ein sehr harmoniebedürftiger Mensch, klingt gut oder?
Das Ganze hat einen kleinen Haken. Mir liegt daran, dass es keinen Streit gibt, eine gewisse Harmonie bestehen bleibt. Das führt dazu, dass ich manche Dinge nicht anspreche oder bemüht bin, sie diplomatisch zu äußern. Manche Dinge nehme ich hin und sage mir, dass mein Gegenüber nicht anders kann, meine Schichtweise nicht für alle gilt …

Auf den Punkt gebracht, ich versuche, meinen Gegenüber zu verstehen und zu akzeptieren. Das fällt mir nicht immer leicht. Irgendwann sind zu viele Kleinigkeiten zusammengekommen oder es wurden meine Grenzen einmal zu viel ignoriert, dann explodiere ich.

Gleichzeitig fällt es mir schwer nichts zu sagen, wenn ich mitbekomme, dass die Grenzen anderer überschritten werden.

Ich will keinen falschen Eindruck vermitteln, ich bin keine Heilige. Mir geht es um einen bestimmten Punkt.

Warum ist es leichter, für andere einzustehen als für mich selbst?

Dazu sind mir zwei Dinge eingefallen.
1. Von außen hat man meistens einen besseren Überblick, steckt man selbst in der Situation, nimmt man es unter Umständen nicht sofort wahr, wenn jemand zu weit geht. Abends, wenn man im Bett liegt, denkt man sich; was war das denn, was hat X gesagt?

2. Mich kannst du gerne angreifen, aber wehe, du greifst jemanden an, den ich mag oder liebe. Das klingt heldenhaft. Doch was dahinter steht, ist ein Mangel an Selbstwert.

Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.

Diesen Satz kann man auf verschiedene Weise auslegen. Sei kein Egoist und sieh nicht immer nur dich. Lass die Liebe, die du dir entgegenbringst, auch anderen zuteilwerden.
Die nächste Variante (die genauso richtig ist) besagt, dass man sich selbst lieben soll, genauso wie man andere liebt. Du solltest dir ebenso wichtig sein wie es dir deine Familie und Freund (und so weiter) sind.

Damit sage ich nicht, dass ich mich nicht liebe oder kein Egoist bin. Nochmal; ich bin keine Heilige. Es gab Situationen, in denen ich Dinge hingenommen, geschwiegen habe, weil ich mögliche Konsequenzen für mein Umfeld vermeiden wollte.

Beispiel
Angenommen man hätte mit seinem Partner zusammen einen Hund. Ihr beide liebt den Hund und deine Familie auch. Nun trennen ihr euch, könnt euch aber auf ein gemeinsames Sorgerecht für den Hund einigen. Mal ist er bei ihm, mal ist er bei dir. Nun hat dein Ex-Partner noch unterdrückte negative Gefühle wegen der Trennung. Diese lebt er ab und an in Form von Stichellein aus.
Seine Sprüche und Sticheleien verletzen dich, er überschreitet damit eine Grenze, doch du schweigst, denn du befürchtest, dass er dir sonst den Hund entzieht. Nicht nur dir, sondern auch deiner Familie, die ihn ebenso liebt, wie du.

Das sind Situationen, die man so lange aushält, bis das Fass mit den Kleinigkeiten voll ist und Explodiert. Das Problem an solchen Explosionen, sie sind unkontrolliert. Mir geht es zumindest so. Ich explodiere, werde von Wut überschwemmt und dann funktioniert das diplomatische Denken nicht mehr. Ich würde jetzt gerne sagen, wenn man früher etwas sagt, früher darauf hinwiesen hätte, dass der andere eine Grenze überschritten hat, dann kann man solch einen Ausbruch verhindern. Leider ist das nicht immer der Fall, es kommt auf dein Gegenüber an.
Möglicherweise sagt dein Gegenüber: Mir war nicht bewusst, dass ich dir damit zu nahetrete, ich werde darauf achten, es nicht mehr zu tun.
Genauso gut kann dein Gegenüber sauer werden oder weiterhin deine Grenzen missachten.

Den einzigen Orientierungspunkt den man hat, ist man selbst. Wie lange, kann ich die Situation ertragen? Ist es nicht für alle besser, wenn ich sofort etwas sagen, solang mein Unterbewusstsein noch nicht überschwemmt ist von Wut?


Ich wünsche Euch einen friedlichen und harmonischen Tag.

Angela

 

Freitag, 29. Juli 2016

Einblicke in das Arbeitsleben einer Autorin; Das Technische

Erste animierte Versuche


Ich glaube, das wird nicht nur ein Einblick, sondern auch eine Danksagung. Aber fangen wir am Anfang an.

Mein erstes Manuskript ging ganz normal an verschiedene Verlage raus. Die, die sich meldeten, lehnten es ab. Damals traf mich das, heute denke ich, dass das Buch noch nicht ausgereift war, es war jedoch nicht schlecht. Natürlich überlegte ich, die Flinte ins Korn zu werfen, aber ich konnte nicht, ich wollte Schriftstellerin werden, meine eigenen Bücher schreiben und in der Hand halten. Zur der Zeit tauchte auf einmal BOD auf. Man konnte sein eigenes Buch rausbringen, unabhängig von Verlagen, ich war neugierig und begeistert.

Nun muss man jedoch alles selbstmachen, wenn man ein Buch autonom herausbringen möchte. Ich besorgte mir ein Rechtschreibprogramm, ließ das Buch mehrmals gegenlesen und habe so viel über Grammatik gelernt, dass ich auch ein Deutschstudium hätte anfangen können.

Es folgte die Form des Buchs. Wie ist ein Buch aufgebaut, welche Abstände müssen eingehalten werden, etc.?

Nachdem die Form stand musste das Cover erstellt werden. Ich arbeitete mit drei verschiedenen Bildbearbeitungsprogrammen. Heute arbeite ich hauptsächlich mit Photoshop, was ein harter Kampf war. Dieses Programm hat mich einige Nerven und Tränen gekostet, dafür ist es aber auch eins der besten. Wenn man ungefähr weiß, wie es funktioniert, kann man tolle Sachen damit anstellen.

Nachdem ich mein Buch dann endlich in Hände halten konnte, putzte ich Klinken. Ich schrieb etliche Buchhandlungen an, mit mäßigem Erfolg. Mir wurde bewusst, dass ich von dem herkömmlichen Weg abweichen musste. Wir erstellten meine erste eigene Website (mittlerweile bin ich bei der vierten Version angelangt), Twitter-, Facebook-, MySpace- (ja, so lange ist das schon her) Profile folgten.

Nun hatte ich mein erstes Buch und eine Schublade voller Kurzgeschichten. Das E-Book trat immer mehr in den Vordergrund und ich erstellte mit Hilfe einiger Programme (z.B. Calibri) meine eigenen E-Books, die ich auf meiner Website verkaufte. Damit ich das tun konnte, gründete ich einen Verlag.


An diesem Punkt ist die Danksagung fällig. Ohne meine bessere Hälfte hätte ich das alles gar nicht machen können. Er hat sehr geduldig mit mir vorm Computer gehockt, ist mit mir die Funktionen der Programme durchgegangen, wenn ich nicht mehr weiterwusste und hat mir das Nötigste an html und einigen anderen Dingen beigebracht. Das tut er heute noch und dafür bin ich unendlich dankbar.
Das bedeutet jedoch nicht, dass es immer ganz einfach war, denn ich bin nicht gerade die Geduldigste. Wenn etwas nicht funktioniert, dann werde ich knurrig. Zudem habe ich den Drang, die Dinge verstehen zu wollen. Das wiederum wirkt auch schon mal nervig.
Während wir gemeinsam vor dem Computer hockten, flogen auch mal die Fetzen. Dass er mir trotzdem immer noch hilft und Dinge erklärt macht mich umso dankbarer. Ja, der Mann hat gute Nerven.

Danke!

Der Schnulz-Bookicon

KDP kam nach Deutschland, Neobooks bot die Möglichkeit E-Books zu veröffentlichen usw. Ich probierte vieles aus. Ich machte einige Fehler.
Die Gesetzeslage für Websites und Blogbetreiber änderte sich ständig, ich musste dauernd nach Alternativen suchen. Für große Unternehmen ist das weniger Schwierig, die haben ihre IT-Abteilung, Rechtsanwälte etc. Als Ein-Frau-Show bekommt man nur einen Würgereiz. Irgendwann hatte ich die Nase voll und stampfte Verlag und Verkauf über meine eigene Website ein.

Wichtig
Ich denke, dass man als Selbstständige/r immer wieder an den Punkt kommt, wo man sein Geschäft/sein Tätigkeitsfeld verändern muss. Alles ist im Wandel, ständig, dementsprechend muss man immer wieder schauen, wo man steht, was es Neues gibt, welche neuen Möglichkeiten sich erschließen.

Damals fühlte es sich an, als hätte ich versagt, heute weiß ich, es war eine vernünftige Entscheidung. Mir geht es oft so, dass ich mich in all den Teilen, die meine Arbeit ausmachen verliere. Deswegen ist es gut, wenn ich ab und an innehalte und mich frage, wie lohnenswert ist es, in bestimmte Dinge Zeit und Energie zu investieren.

Was willst du? Ist X wirklich notwendig? Wäre es nicht besser mehr Energie in Z zu investieren?

Durch all die Tätigkeiten, das Gestalten der eigenen E-Books, das Erstellen von animierten Filmen, die Bookicon-Erfindung und Nutzung, habe ich unglaublich viel gelernt. Ich kann meine Website bearbeiten, ein bisschen html lesen, Flyer, Postkarten, Lesezeichen, Cover erstellen, mit Adobe Flash, Photoshop und etlichen anderen Programmen arbeiten und das finde ich spitze.

Ich verwende nicht immer die richtigen Termini, bekomme Wutausbrüche und verzweifle, wenn ich mich mit der technischen Seite meines Berufs beschäftige, trotzdem möchte ich sie nicht missen. Es ist cool, interessant und abwechslungsreich.

Ich wünsche Euch einen technisch einwandfreien Tag.


Angela

Freitag, 22. Juli 2016

Einblicke in das Arbeitsleben einer Autorin: Kreativität


Eigentlich wollte ich euch heute etwas über die technische Seite meiner Arbeit erzählen, mach ich aber nicht. Das ist keine Trotzhandlung, vielmehr lass ich euch heute an einem anderen wichtigen Punkt meiner Arbeit teilhaben.

Fangen wir lieber erst einmal am Anfang an.
Normalerweise veröffentlich ich Montag und Freitag einen Post hier auf meinem Blog, davon muss ich momentan abweichen.
Bis September sollen zwei neue Bücher von mir erscheinen. Jetzt haben wir Ende Juli und ich habe noch ziemlich viel Arbeit vor mir. Das alleine ist noch nicht der Grund, warum ich von meinem Montag-Freitags-Schema abweichen werde.

Wenn man z.B. einen Bürojob hat, dann kommt man morgens zur Arbeit und es erwarten einen neue Akten, ein neuer Kunde oder ein neues Projekt. Der Vorgesetzte oder Chef übergibt dir eine Aufgabe, die du erledigen sollst.

Auch ich habe einen “Chef“, die Kreativität.

Manchmal diskutiere ich mit ihr, so wie die letzten Tage. Ich wollte gerade mit der Arbeit an meinem neuen Buch weitermachen, als mich die Idee zu einem anderen neuen Buch befiel. Ich saß vor meinem Computer und sagte, nein, das geht jetzt nicht. Anstatt etwas Neues anzufangen, ist es viel sinnvoller und effektiver das aktuelle Buch fertig zu schreiben.

Ihr könnt mir glauben, dass ich mich wirklich bemühe auf Spur zu bleiben und eine Aufgabe nach der anderen abzuarbeiten. Allerdings lässt die Kreativität nicht so gerne mit sich diskutieren. Hinzu kommt noch, dass sie sich schweigend zurückzieht, wenn ich sie nicht beachte.

Ich bin bei meiner Arbeit auf die Kreativität angewiesen, wenn sie fließt, dann lass ich es normalerweise zu.

Das war am Anfang (jetzt manchmal auch noch) gar nicht so leicht, denn diese Art von Arbeiten wird einem eigentlich aberzogen. Wir lernen eine Sache nach der anderen zu machen. Daran ist auch nichts falsch, es ist nur nicht für jeden Menschen der richtige Weg.

Ich habe zwei Arbeitsweisen.
1.) Strukturiertes Arbeiten. Ich mache mir eine (hüstel; etwas untertrieben) To Do Liste, die ersten drei Punkte sind die Aufgaben, die am wichtigsten sind und die ich als erstes abarbeite. Ich bin ein Listen-Fanatiker. Ich brauche meine Listen und Notizbücher, damit ich Ordnung ins Chaos bringen kann, meistens.

2.) Mich im Chaos bewegen. Eigentlich habe ich auch hier eine To Do Liste. Ich kenne die Punkte, die ich abarbeiten will/muss, allerdings gehe ich nicht der Reihe nach vor, sondern mache alles dann, wenn es mir gerade vor die Nase kommt.

Beispiel
Ich schreibe an einem Buch, plötzlich fällt mir etwas ein, das ich nachschlagen will. Ich schlage es nach, entdecke etwas Interessantes, dass mich auf eine neue Idee bringt. Die Idee schreibe ich auf. Aus der Idee entsteht direkt der Anfang für ein neues Buch oder einen Artikel.  Es ist aber nur der Anfang und sobald er niedergeschrieben ist, mache ich mit meinem Buch weiter.

Diese Arbeitsweise, die sehr chaotisch wirkt, ist für mich extrem effektiv, wenn ich nicht gestört werde. Im oder mit dem Chaos zu arbeiten ist ein Gefühl von purer Kreativität. Die Dinge fließen einfach, fließen durch mich durch, ich bewege mich mit dem Chaos im Chaos, als sei ich in einer parallelen Welt. Sobald ich dabei unterbrochen werde, verliere ich den Halt. Anstatt, dass ich mich mit dem Chaos bewege, begräbt es mich unter sich.

Lange Rede, dabei wollte ich euch eigentlich nur sagen, dass die nächste Zeit die Post unregelmäßig kommen werden, da zwei Bücher fertig gestellt werden wollen und ich gleichzeitig noch einige andere Projekte bearbeite.

Ich wünsche Euch einen geordneten Tag.

Angela

Montag, 18. Juli 2016

Krieg in Syrien, Terroranschläge, Putsch in der Türkei … Wo ist der Frieden?

Das hat mich meine Nichte am Samstag gefragt.

Ich hatte/habe keine Antwort darauf. Ich konnte ihr nur sagen, dass ich sie verstehe, ich das Gefühl des Unglaubens und der Furcht kenne. Ich bin in den 80er Kind gewesen, was bedeutet, der Kalte Krieg war eine latente Bedrohung, die auch zu gerne in Filmen aufgegriffen wurde.
Dank Planet der Affen wusste ich, dass der dritte Weltkrieg etwas darstellt, das unbedingt verhindert werden muss. Als Reagan und Gorbatschow damals Gespräch führten, war ich noch zu jung, um zu verstehen, worum es ging, trotzdem spürte ich, dass etwas Bedeutendes vor sich ging.

Wir in Deutschland, Frankreich, England, Belgien, der Schweiz, Lichtenstein, Österreich, Italien usw. haben großes Glück, dass wir seit 70 Jahren in Frieden leben können. Niemand ist einmarschiert oder hat den Notstand ausgerufen. Doch dieser Frieden ist leider keine Selbstverständlichkeit.

Es reicht ein Mensch, der nicht genug bekommen kann und schon zerbricht der Frieden.

Wieviel Macht kann ein Mensch haben wollen? Warum reicht es nicht, ein Land zu regieren, das ist doch eine Machtposition. Als Regierungschef hat man keine Parkplatzprobleme, muss wahrscheinlich nie eine Essensrechnung bezahlen und die Sorgen um die Rente fallen auch weg. Reicht das denn nicht?

Nein, es reicht nicht!

Das ist das Problem. Es wird immer Menschen geben, denen es nicht reicht, die mehr wollen, die Dinge wollen, die ihnen nicht gehören oder zustehen. Menschen, die für ihre Ziele über Leichen gehen.

Bekommt so ein Mensch auch nur ein kleines bisschen Macht, ist er nicht nur für einige andere Menschen eine Bedrohung sondern für viele.
Ich denke, dass wir gegen solche Menschen nichts tun können, es gab sie immer und wird sie immer geben. Wir können nur vorsichtig sein und nachdenken. Sind die Worte der Person, die da gerade ihr Gesicht in die Kamera hält, wahr oder versucht sie mich nur einzufangen?
Was bedeuten die Aussagen in letzter Konsequenz, nicht nur für mich, sondern für alle?

Angenommen ich wäre ein bisschen homophob und ich höre, die AfD will alle Homosexuellen registrieren lassen, dann finde ich das vielleicht nicht schlimm oder ich stimme dem zu. Wenn ich jetzt aber einen Augenblick weiterdenke, dann muss ich mich fragen, warum wollen sie das tun, welche Konsequenzen könnte das haben?
Was kann man mit solchen Informationen alles anstellen? Wofür ist eine Liste mit Menschen gut?

Im schlimmsten Fall könnte man die Liste nutzen, um diese Menschen auszusortieren und zwar ziemlich schnell.

Wenn ich nicht homosexuell bin (oder jemanden liebe, der es ist), was geht es mich dann an?

So kann man denken, es ist völlig legitim und die meiste Zeit denken die meisten Menschen so. Allerdings sollte man sich bewusst sein, dass man von der Seite, die nichts damit zu tun hat, schnell auf die andere Seite geschickt werden kann. Vielleicht hast du rote Haare, warst mal Mitglied der SPD oder hörst gerne Rockmusik. Wenn es um Macht geht, dann kann man schnell zum Dorn im Auge werden, der unbedingt entfernt werden muss.

Wer sich gegen die grundlegenden Menschenrechte ausspricht oder es billigt, dass sie anderen weggenommen werden, der spielt mit seinen eigenen Freiheiten.

Die Zweifel an der Menschheit sind berechtigt, doch eins dürfen wir nicht vergessen, die Nachrichten geben uns, was wir sehen wollen.
Bei einigen Hinrichtungen in England (um 1890) versammelten sich 20000 Schaulustige. Wären auch so viele erschienen, wenn jemand ein niedliches Katzenbaby geknuddelt hätte?
Um den Glauben an die Menschheit und den Frieden nicht ganz zu verlieren, sollten wir immer daran denken, dass es Menschen gibt, die sich für den Frieden und die Freiheit einsetzen und erfolgreich sind.


Ich wünsche Euch einen friedvollen Tag.

Angela

Freitag, 15. Juli 2016

Einblicke in das Arbeitsleben einer Autorin: Das Schreiben, das Buch, der Blog


Was kann ich euch über das Schreiben schreiben?
Meine Haupttätigkeit ist das Schreiben von Büchern und Artikel. Wie ich schon erklärt habe, gibt es für mich zwei Vorgehensweisen beim Schreiben. Entweder ich erstelle einen Plot/einen Entwurf und schreibe an diesem entlang oder ich schreibe einfach drauflos.

Vorteil Plot
Steht der Plot oder ein Entwurf, kann ich ihn zur Orientierung nutzen. Selbst in Momenten, in denen der Schreibfluss streikt, weiß ich, wie ich weitermachen sollte.

Nachteil Plot
Durch den vorgegeben Ablauf bin ich etwas festgelegter und sehe erst in der Überarbeitung, dass ein anderer Weg besser gewesen wäre. Es kommt bei der Variante schneller zum “Den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen“.

Vorteil freies Schreiben
Die Geschichte schreibt sich wie von selbst, sie fließt aus meine Finger aufs Papier. Es ist spannender, weil ich selbst nicht weiß, wo die Geschichte hinführt. Personen oder Handlungsstränge scheinen ihr Eigenleben zu führen, was wirklich weird sein kann.

Nachteil freies Schreiben
Kommt der Schreibfluss ins stocken, hänge ich in den Seilen. Ohne Muse und Inspiration läuft bei dieser Art des Schreibens gar nichts. So kann es dann auch mal vorkommen, dass ich mehrere Tage oder Wochen nicht an dem Buch arbeiten kann.

Bei meinen Artikeln gehe ich meistens nach der ersten Methode vor. Da ich zwei Mal die Woche einen Post veröffentliche und seit diesem Jahr den Themen-Freitag habe, ist es für mich notwendig, eine gewisse Ordnung und Vorabplanung in die Post zu bringen.
Die Reihe über starke Protagonistinnen oder Artikel wie “Nieder mit demFeminismus?“ benötigen einiges an Recherchearbeit und deswegen einen längeren Vorlauf.

Neben der Kreativität, die ich ausleben kann, hilft mir das Schreiben Ordnung zu schaffen. Wenn mich ein bestimmtes Thema beschäftigt und dann auch noch Emotionen hinzukommen, verliere ich manchmal den Überblick. Setze ich mich hin und schreibe diese Gedanken auf, sortieren sie sich, es fällt mir leichter sie von verschieden Seiten zu beleuchten oder aus einem völlig neuen Blickwinkel zu betrachten.
Diese Ordnung ergibt sich, weil ich bemüht bin Euch, meinen Lesern, die Materie, Gedanken und Gefühle näherzubringen. Wenn mich etwas beschäftigt, dann frage ich mich, ob es auch andere beschäftigt und in dem Moment entsteht daraus ein Artikel.

Tipp
Befällt mich eine Schreibblockade gibt es verschiedene Varianten die ich ausprobiere, um sie aufzulösen.

1. Ich lese mir das vorherige Kapitel noch einmal durch oder den Anfang des Artikels. Das bringt mich wieder in die Geschichte/das Thema rein und ich kann weiterschreiben.

2. Sollte das jedoch keine Wirkung zeigen, dann lasse ich das Buch oder den Artikel erst einmal ruhen. Es gibt immer andere Arbeit, die auch erledigt werden muss. Ich persönlich begebe mich dann ganz gerne an die Arbeit, die weniger etwas mit meiner eigentlichen Arbeit zu tun hat. Hausarbeit. Gerade das Spülen hilft mir Schreibblockaden abzubauen.

3. Papier und Stift! Wenn die Finger oder eher die Gedanken am Computer streiken, greife ich auf die guten alten Handwerksmethoden der Schriftsteller und Autoren zurück. Ich nehme mir ein Blatt oder eins meiner Notizbücher und einen Stift und schreibe. Dieser Wechsel hat schon einige Schreibblockaden aufgelöst.

Wenn ihr Fragen zu dem Thema habt (oder zu einem der anderen), dann hinterlasst sie in den Kommentaren oder schreibt mich per Mail/Facebook/Twitter an.


Ich wünsche Euch ein schreibwütiges Wochenende.

Angela

Montag, 11. Juli 2016

Heute kein Post, dafür ein kurzes Haartutorial, eine DIY Hochsteckfrisur in 20 sec.

Die letzten Wochen waren ein bisschen verrückt. Das hat zur Folge, dass ich einige Dinge umstelle.
Ich sage das ja eigentlich nicht so gern, weil es einen gewissen Beigeschmack hat, aber es ist wie es ist.

Ich plane einige Umbauten und Projekte, deswegen nehme ich mir die nächsten paar Tage, um diesen Dingen ein Konzept zu verpassen.

Eigentlich wollte ich euch nur sagen, dass es heute keinen Post im eigentlichen Sinne gibt, dafür ein kurzes Video, das auch mit der Arbeit einer Autorin zu tun hat, denn manchmal braucht der Nacken frische Luft.



Ich wünsche Euch einen angenehmen Tag.

Angela