Donnerstag, 23. Februar 2017

Warum ein Sachbuch und dann auch noch im Bereich Persönlichkeitsentwicklung?


Angela Gaede, das geheimnis der Individualität

Gute Frage. Wer meinen Blog regelmäßig verfolgt, wird sich darüber vielleicht gar nicht so sehr wundern. Ich hatte vor 3 oder 4 Jahren ein kleines Experiment gemacht und ein Monat lang täglich über etwas gepostet, dass mich zum Lächeln bringt. Ich wollte ausprobieren, ob sich meine Wahrnehmung und meine Stimmung, durch die Aufmerksamkeit, die ich den Dingen um mich herum entgegenbringe, verändert.
Ich habe einige Bücher aus dem Bereich vorgestellt, von meinen Angstanfällen und Panikattacken berichtet, Tipps gegeben, wie man Stress minimieren kann. Ich beschäftige mich also nicht erst seit gestern mit dem Thema. Nur, weil man sich mit etwas beschäftig, muss man noch kein Buch darüber schreiben.

Warum habe ich es trotzdem getan?

Weil mir das Thema wichtig ist und ich in den letzten Jahren immer wieder festgestellt habe, dass ein Punkt viel zu kurz kommt, die Individualität.
Ich habe lange gebraucht, bis ich für mich akzeptiert habe, dass ich bin, wie ich bin.
Ein Beispiel von der Angst. In der Verhaltenstherapie begibt man sich mit der Person, die Panikattacken hat, in eine für sie beängstigende Situation. Nun bleibt man in dieser Situation, bis die Angst nachlässt. Dadurch soll man lernen, dass die Angst kommt und wieder geht.
Ich kann das nicht. Ich habe es immer und immer wieder ausprobiert, aber es hat meine Angst kein bisschen minimiert, sondern noch gesteigert. In der Situation wurde sie irgendwann weniger, danach war ich völlig erschöpft und die Vermeidung setzte ein. Ich musste nur an die Situation denken und bekam eine Panikattacke.
Irgendwann hörte ich damit auf, wenn es gar nicht mehr ging, verließ ich die Situation. Die Angst ging runter, ich war nicht völlig erschöpft und ich konnte danach sogar in einen anderen Laden gehen oder spazieren.

Was machte das mit mir?

Es ließ mich verzweifeln. Dieses verzweifeln bezieht sich nicht nur auf die Angst. In meinem Buch benenne ich einige Beispiele. Eins davon ist das folgende.
Nach meiner damaligen Beziehung und dem üblen Liebeskummer wollte ich etwas verändern. Ich wollte nicht mehr so abhängig von anderen Menschen sein, also versuchte ich es mit Selbstliebe.
Fühle dich mit dir selbst wohl!
Du brauchst niemanden, außer dich selbst!

Klingt super. Ich befolgte brav die Methoden. Ich setzte mich allein in ein Café und fand es furchtbar. Die Dinge brauchen Zeit, also versuchte ich es 5-6 x. Nix, ich fühlte mich nicht wohl. Anstatt einzusehen, dass es nichts für mich ist, fragte ich mich, was mit mir nicht stimmt.

Was stimmt nicht mit mir?
Warum funktioniert das nicht bei mir?
Was mache ich falsch?


Diese Fragen kamen immer wieder auf und gaben mir das Gefühl ein Versager zu sein, sie ließen mich verzweifeln.
Irgendwann kam in mir der Gedanke auf, dass es zwar an mir liegt, aber nicht so, wie ich es interpretierte. Was, wenn die Methoden nicht zu mir passen? Was, wenn Schema F nicht zu mir passt? Was, wenn ich einen wichtigen Punkt übersehen habe, nämlich mich?

Wie das mit der Aufmerksamkeit nun einmal so ist, plötzlich sah (oder hörte) ich, dass es nicht nur mir so ging.  

„Seit 14 Tagen erzähle ich meinem Spiegelbild, dass ich mich liebe und spüre nichts.“
„Das Autogene Training macht mich nur ruhiger, während ich es mache, danach ist die Ruhe weg.“
„Ich visualisiere und wünsche seit einem halben Jahr und nichts tut sich.“


Alles halb so wild, könnte man meinen. Man probiert etwas aus, es klappt nicht, man macht das Nächste. Stimmt, zumindest zum Teil.
Solange es einem trotzdem einigermaßen gut geht, ist das alles halb so wild. Wenn man aber sein Selbstbewusstsein stärken möchte, ein sensibler Mensch ist, dann kann es den gegenteiligen Effekt haben. Das Selbstbewusstsein schrumpft noch mehr. Versager!

Ich weiß, wie sich das anfühlt und ich möchte nicht, dass sich andere Menschen so fühlen, deswegen habe ich das Buch geschrieben.

In den meisten Fällen beschäftigen sich die Menschen aus einem guten Grund mit sich selbst. Man wünscht sich eine funktionierende Partnerschaft, möchte sein Selbstbewusstsein stärken, möchte aus der Angst oder Trauer herausfinden, sucht Zufriedenheit.
Wir beschäftigen uns mit uns selbst in Phasen, in denen wir eh unsicher oder verletzbar sind, also brauchen wir Mut, Zuspruch und Verständnis.


Ich wünsche Euch einen von all diesen Dingen freien Tag.

Angela



Wie ich dich nicht erfolgreicher, attraktiver, beliebter, aber zufriedenermache (Das Geheimnis der Individualität)
Angela Gaede
ASIN: B06X1F8CGT
Preis: 2,99 € E-Book

Montag, 20. Februar 2017

Wie ich dich Nicht …, mein neues Buch

wie ich dich nicht erfolgreicher, attraktiver, beliebter, aber zurfriedener mache, angela gaede

Wenn ihr mir auf Instagram oder Facebook folgt, habt ihr es wahrscheinlich schon gesehen, die Überarbeitungen meines neuen Buchs sind abgeschlossen und nun kann es auf die Leser losgelassen werden.

Um was geht es in meinem neuen Buch?

Wie ich dich Nicht erfolgreicher, attraktiver, beliebter, aber zufriedener mache“ ist ein Sachbuch aus den Bereichen Selbsthilfe, Selbstfindung, Persönlichkeitsentwicklung.

Der Selbstfindungsmarkt boomt. Seit Jahrzehnten findet man Bücher und Kurse, die sich mit dem Thema beschäftigen, doch das Internet, insbesondere die Sozialen-Medien ermöglichten in den letzten Jahren ein enormes Wachstum. Einschlägige Coachs generieren innerhalb weniger Monate bis zu 10000 Abonnenten auf ihren Facebookseiten.
Bei diesem großen Angebot an Kursen, Seminaren, Workshops, Sitzungen, Coachs, CDs und Büchern kann man schnell den Überblick verlieren. Man kann nicht nur den Überblick, sondern auch sich selbst verlieren.
An diesem Punkt setzt mein Buch an. Durch monatelange Recherche habe ich festgestellt, dass kritische Stimmen, Menschen die Fragen stellen, in der Szene nicht gerngesehen sind, dabei gibt es viele Menschen, die Fragen haben oder unzufrieden sind.
Mein Buch stellt Fragen, beleuchtet kritische Punkte und gibt Antworten. Es nimmt den Leser mit seinen Zweifeln ernst und zeigt ihm Wege auf, Zufriedenheit zu finden

Seit vielen Jahren lese ich die unterschiedlichsten Bücher des Genres, habe einige Theorien und Praktiken ausprobiert, hatte Erfolge und bin gescheitert. Das brachte mich dazu, auf die Suche nach dem Warum zu gehen. In achtzehn Kapitel spüre ich der Frage nach, wieso man nach etlichen Kursen, Büchern und Workshops immer noch Blockaden hat, es am richtigen Partner mangelt oder der berufliche Erfolg fehlt.

Die Kernantwort ist so simpel wie schwierig zu erkennen. Die Individualität des Menschen wird oft außer Acht gelassen. Wird der Individualität keine Beachtung geschenkt, kann sich keine Zufriedenheit einstellen. Anstatt das Selbstbewusstsein aufzubauen, müht man sich mit 10-Schritte-Programmen ab, die es demontieren.
Ich greife diesen Punkt in meinem Buch auf und zeige, wie man sich, seinen Charakter und seine Eigenheiten erkennen kann. Es ist mir wichtig, dem Leser Selbstsicherheit und ein gutes Gefühl für sich zu geben. Mit praktischen Tipps, Erfahrungsberichten und Denkanstößen führe ich durch den Selbstfindungs-Dschungel und mache Mut. Sich wirklich mit sich zu beschäftigen, braucht nämlich Mut und kann harte Arbeit sein. Zufriedenheit oder gar Glück zu empfinden, sind Ziele, die diese Arbeit wert sind.

Ich wünsche Euch eine zufriedene Woche.

Angela

Donnerstag, 16. Februar 2017

Der Fluch der Spindel von Neil Gaiman und Chris Riddell; Mein Blogtour-Beitrag




Heute bin ich bei der Blogtour dran und darf euch ein Buch zum Thema “Starke Frauen in Büchern“ präsentieren. Meine Wahl fiel auf Der Fluch der Spindel von Neil Gaiman und Chris Riddell. Dieses Buch weicht ein bisschen von denen der anderen ab. Es ist dünner, schräg und doch hat es eine aussagekräftige Botschaft. Ich finde das Buch passend, weil es auch jüngere Leser erreicht. Zwar schwingt bei Neil Gaiman stets eine düster-melancholische Grundstimmung mit, trotzdem bezeichne ich das Buch als leicht. Es setzt das Thema “starke Frauen“ auf eine witzige, schräge und leichte Weise um, wodurch es Zugang zu Lesern bekommt, die sich mit dem Thema normalerweise nicht auseinandersetzen.
Der Fluch der Spindel ist eine Märchenadaption mit modernen Elementen und überraschenden Wendungen, gleichzeitig bleibt die Form des Märchenerzählens erhalten. Die Geschichte ist nicht lang, aber aussagekräftig und wird mit vielen Illustrationen zu einem wahren Augenschmaus.

Um was geht es genau?

In einem fernen Land liegt hinter einer dichten Rosenhecke ein Schloss, dessen Bewohner seit über sechzig Jahren Schlafen. Für das Land, in dem die Geschichte spielt, ist das nichts Ungewöhnliches. Der Schlaf beginnt sich jedoch auszubreiten. Erst befiel er die umliegenden Bauernhöfe, dann kleinere Dörfer und nun steht er vor der Grenze des Nachbarlandes.
Von ihren treuen Zwergen wird die Königin dieses Nachbarlandes auf die Gefahr aufmerksam gemacht. Eigentlich hatte sie etwas anderes vor, ihre Hochzeit stand an, doch wie soll man heiraten, wenn alle schlafen. Die Hochzeit wird auf Eis gelegt und dem Geheimnis des Schlafs auf den Grund gegangen.

Ich habe jede Seite genossen. Die Illustrationen sind wundervoll, die Geschichte spannend, humorvoll und anders. Was mich besonders berührt hat, war die Widmung, die Neil Gaiman und Chris Riddell für ihre Töchter geschrieben haben. Sie spiegelt den Kern der Geschichte wieder.

Selbst wenn du Schneewittchen bist, kannst du dich dafür entscheiden auf eine abenteuerliche Reise zu gehen.


Ich wünsche Euch einen schräg-märchenhaften Tag.

Angela


Der Fluch der Spindel
Neil Gaiman, Chris Riddell
Knesebeck
ISBN: 9783868738728


15.02. = Sabine Ibing: http://www.sabine-ibing.ch/literaturblog-sabine-ibing.htm
Buch: Miss Terry von Liza Cody

16.02. =Ira Ebner: http://iraebner.blogspot.de/
Buch: Madame Mao von Anchee Minh

17.02. = Angela Gaede ;)
Buch: Der Fluch der Spindel von Neil Gaiman und Chris Riddell

18.02. = Ela von Immertreu: http://du-bist-was-du-liest.de/
Buch: Auf eigenen Beinen: Eine vierfache Mutter startet in die Selbständigkeit von Petra van Laak

19.02. = Marie: http://www.vielleserin.de/
Buch: Die Spuren meiner Mutter von Jodi Picoult

20.02. = Ulrike Blatter:  https://ulrikeblatter.wordpress.com/
Buch: Puppensammler von Mila Lippke

21.02. = Sabine Ibing

Mittwoch, 15. Februar 2017

Gastbeitrag von Sabine Ibing: Rezension: Miss Terry von Liza Cody

#starkefrauen

Manchmal muss man von seinem Muster abweichen und am Mittwoch etwas posten. Im letzten Post hatte ich euch von der Blogtour “Starke Frauen in der Literatur berichtet, die heute beginnt.

Den Einstieg macht Sabine Ibing mit einer Rezension zu Miss Terry von Liza Cody und einigen interessanten Gedanken zum Thema. Ich freue mich, euch beides als Gastbeiträge präsentieren zu können. Miss Terry ist ein englischer Krimi, der nichts mit der anheimelnden Welt von Barnaby zu tun hat. Aber lest selbst, Sabines Rezension gibt euch einen umfangreichen Einblick in das Buch und zeigt, warum das Buch lesenswert ist.

Ihren Artikel zum Thema "Starke Frauen in der Literatur" verlinke ich euch hier.

Viel Freude beim Lesen und schaut doch mal auf ihrem Blog vorbei, dort findet ihr noch mehr spannende Bücher
.

miss terry von liza cody

Rezension: Miss Terry von Liza Cody; Gastbeitrag von Sabine Ibing

Der erste Satz: »Könnten wir Nita Theri beim Schlafen zusehen, wir bekämen vermutlich einen ganz falschen Eindruck.«

Nita Theri, in England geboren, Britin, Tochter pakistanischer Einwanderer, hat sich in London, unweit vom Fluss, eine Eigentumswohnung gekauft. Sie arbeitet als Lehrerin. Später erfährt man, sie hat ihrem Vater ein Geschäft verpatzt, denn der wollte sie meistbietend an einen älteren Mann nach Pakistan verheiraten. Nita wollte weder ihr Studium abbrechen noch einen älteren Mann heiraten. Sie ist abgehauen, muss sich verstecken, denn wehe, ihr Vater und die anderen Männer der Familie erwischen sie ... Heimlich telefoniert ihre jüngere Schwester mit ihr, die sich nämlich nicht gewehrt hat, die das Studium abbrach, im fremden Ausland bei einem ungeliebten Mann lebt. Nita muss sparsam sein, die Raten für die Wohnung und die Rückzahlung des Studiendarlehns drücken. Sie geht nicht viel aus, hat wenig soziale Kontakte. Liza Cody hat diesen Krimi aus der personalen Ebene geschrieben. Nicht in der Ich-Form, sondern als Leser blicken wir auf Nita, erleben, was sie erlebt und sehen nur das, was Nita von der Welt sieht.

Doch nun von Anfang an: Vor dem Haus gegenüber steht ein Container, es wird renoviert. Nita ärgert sich, denn die Nachbarn entsorgen ihren Müll, ihre Tannenbäume und vieles mehr zwischen dem Bauschutt. Und plötzlich klingelt die Polizei bei Nita, stellt komische Fragen. Man fragt, mit wem sie schläft und mit wie vielen. Was passiert sei, fragt Nita, worum es gehe. Nur ein paar Fragen. Man hält sich bedeckt. Andere Nachbarn werden nicht ausgequetscht. Was geht vor? Man verlangt sogar eine DNA-Probe von Nita. Sie bittet die Polizisten, zu gehen.

»›Sie sprechen verdammt gut Englisch‹, sagte Reed in einem Ton, der versöhnlich klingen sollte. - ›Ich bin Engländerin.‹ Nita war so wütend, dass sie fast stotterte. ›Und sie beide gehen jetzt bitte.‹«

Frauenbild in der Literatur heute - Literatur prägt das Bewusstsein. Von Sabine Ibing

#starkefrauen

Ich erinnere mich an ein Seminar in meinem Studium, in dem wir Gesellschaftsbilder an Hand von Bilderbüchern und Schulbüchern analysierten. Schon im Mathebuch kann man an Textaufgaben die Unterschiede sehen:
Mutter backt Kekse ... Vater recht Laub ...  (60ger)
Michaela und Ayshe spielen Murmeln (80er) ...
Baggerführerin Ella braucht 3 Stunden um (DDR) ...

Ich will nun keinen Literaturrückblick auf die Geschichte geben, vielleicht noch erwähnen, dass viele Frauen bis in die 80er Krimis unter männlichem Pseudonym schrieben, weil man behauptete, Frauen können keine Krimis schreiben. Doch wenn ich mir die heutige Literatur ansehe, stelle ich fest, dass die Welt für Frauen nicht größer wird, wir derzeit sogar einen Rückschritt starten. Wo sind denn die Wissenschaftlerinnen und Forscherinnen in unseren Büchern? Wo sind Managerinnen und taffe Figuren, Frauen, die sich ihren Weg bahnen? Wo sind die Schicksale von Frauen, die in die Ecke gedrängt werden? Studium, Kindererziehung, keine Chance für beruflichen Einstieg bei der Rückkehr in den Job, Pflege der Alten, Job nebenbei, während der Mann Karriere macht. Nach der Scheidung hat er eine gute Rente, sie lebt am Sozialhilfeniveau, weil sie zu wenig eingezahlt hat. Es sind reale Geschichten. Das will aber keiner lesen?

Verdrängung der Realität. Liebesromane, historische Liebesgeschichten, Fantasyliebesromane, Chicklit, Hauptsache Romantik, verklärte Welt, süße Badboys, die Frauen verarschen; dürfen sie, sind doch süße Badboys ... Wollen wir das wirklich lesen?

In meiner Kindheit war unser Vorbild »Heidi« aus den Bergen, die eine Züricher Familie aufmischte und » Die rote Zora und ihre Bande«. Bei der Generation meiner Tochter war es die freche »Biene Maja«, »Pipi Langstrumpf«, »Momo«, »Lara Craft«. Schaut man heute in die Kinderzimmer, ist alles rosa, »Prinzessin Lilifee«, »Barbie«, passend dazu Lernsoftware, Computerspiele, Heftchen. Die Ansammlung von Lippenstift, Lidschatten und Nagellack bei Mädchen unter 10 überschreitet wahrscheinlich das, was ich bis zum Lebensende zusammensammeln werde. Da wundert man sich nicht, wenn auch die Frauenliteratur voller schmachtender Barbies steckt. Immer wieder hört man von Autorinnen, dass ihre Manuskripte abgelehnt werden, wenn sie nicht ins Schema passen: Handwerkerinnen, Agentinnen die sich mittels Kampfsport zu wehren wissen (selbst James Bond bekommt seit Jahren eine gleichberechtigte Partnerin beiseitegestellt), unsympathische Frauenfiguren, Frauen, die andere abzocken ...

Es wird sogar an der Kleidung von Protagonistinnen gemäkelt, sie seien nicht feminin genug, müssen umgeschrieben werden. Da Schriftstellerinnen nun mal von irgendwas leben müssen, sind sie oft genug bereit, sich anzupassen, ungern. Mittlerweile geben Verlage auch mal Vorgaben, was zu schreiben wäre, wie die Figuren auszusehen hätten ... Beliebt ist auch die Taschentuch-Literatur, Autobiografien über Krankheit und Tod und Autobiografisches, Ratgeber, die anleiten, wie man seine Speckrollen loswerden kann, Models, Schauspielerinnen, die Frau erklären, wie man »hübsch« aussehen kann. In Frauenzeitschriften findest du auf den ersten Seiten Diättipps, wir du 20 kg verlieren kannst. Und auf den letzten Seiten präsentieren sie dir leckere Menüs und Kuchen, schwerwiegende Rezepte …  Seit ich lesen kann, beobachte ich dieses Phänomen in Frauenzeitschriften. Frauen, warum lasst ihr euch das gefallen? Solche Magazine braucht die Welt nicht!Gibt es in der Literatur noch Heldinnen wie Lara Craft? Gibt es taffe Frauen, Wissenschaftlerinnen, Forscherinnen? Gibt es Gesellschaftsliteratur über die täglichen Heldinnen? Es gibt sie, man muss sie heutzutage leider suchen und man muss sich darauf einlassen. Je mehr Literatur über starke Frauencharaktere gelesen wird, umso mehr wird sie auch gedruckt werden. Die Verlage bringen das heraus, von dem sie meinen, sie könnten es verkaufen … Liebe Verleger*innen, seid mutig! Bringt Bücher heraus, die nicht rund sind, nicht dem angeblichen Mainstream entsprechen. Leider kommen viele gute Bücher aus dem Ausland, es sind Übersetzungen. Denn ähnliche Bücher von deutschen Schriftstellern*innen werden von euch abgelehnt … läuft nicht … Seid mutig, die Leser*innen werden es euch danken.

Gastbeitrag von Sabine Ibing

Herzlichen Dank für den zum Nachdenken anregenden Beitrag. Ich hoffe wirklich, dass sich jemand aus dem Verlagswesen deine Bitte zu Herzen nimmt, denn ich kann sie nur unterstützen.


sabine ibing

Sabine Ibings Blog :http://www.sabine-ibing.ch/literaturblog-sabine-ibing.htm




15.02. = Sabine Ibing: http://www.sabine-ibing.ch/literaturblog-sabine-ibing.htm
Buch: Miss Terry von Liza Cody

16.02. =Ira Ebner: http://iraebner.blogspot.de/
Buch: Madame Mao von Anchee Minh

17.02. = Angela Gaede ;)
Buch: Der Fluch der Spindel von Neil Gaiman und Chris Riddell

18.02. = Ela von Immertreu: http://du-bist-was-du-liest.de/
Buch: Auf eigenen Beinen: Eine vierfache Mutter startet in die Selbständigkeit von Petra van Laak

19.02. = Marie: http://www.vielleserin.de/
Buch: Die Spuren meiner Mutter von Jodi Picoult

20.02. = Ulrike Blatter:  https://ulrikeblatter.wordpress.com/
Buch: Puppensammler von Mila Lippke

21.02. = Sabine Ibing

Montag, 13. Februar 2017

Starke Frauen in der Literatur 2.0

#starkefrauen


Im Januar wurde ich auf folgenden Aufruf aufmerksam gemacht;
Blogger gesucht, die sich mit dem Thema “starke Frauen in Büchern“ beschäftigen.

Das sprach mich sofort an. Letztes Jahr habe ich dem Thema “facettenreiche Protagonistinnen“ einen ganzen Monat auf meinem Blog gewidmet. Aber nicht nur mein Blog beschäftigt sich mit dem Thema, auch meine Bücher kommen ohne facettenreiche Frauenfiguren nicht aus.

Vom 15.02. bis zum 21.02. erscheinen auf verschiedenen Blogs Buchvorstellungen, in denen es um starke Frauen geht.

Warum ist das Thema so wichtig für mich?
Ich habe den Eindruck, dass gerade in Jugendbüchern oder “Frauenbüchern“ immer nur ein Typ von Mädchen/Frau vorkommt. Die auf der Lippe-kauende Jungfrau, die auf ihren Bad-Boy-Prinzen wartet. Das ist okay, doch was machen die Mädchen, die damit nichts anfangen können oder sich noch nicht gefunden haben?
Du musst keinem dieser Klischees entsprechen, um ein Mädchen/eine Frau zu sein. Deswegen ist das Thema so wichtig für mich, ich möchte Alternativen aufzeigen und Mut machen, seinen eigenen Weg zu gehen.

Gerade in der Pubertät, wenn man sich nach einem Partner sehnt, versucht man sich anzupassen, folgt manchmal sogar den Ratschlägen in der Bravo oder Girl. Aus Erfahrung weiß ich, dass einem dieses Nachahmen nicht guttut. Ich war schon immer sehr hell. Meine Naturlocken machen, was sie wollen. Als Jugendliche war ich sehr schlank, überall. Die anderen Mädchen in meiner Klasse hatten alle (bis auf eines) glattes Haar, wurden in der Sonne braun und zeigten deutliche, körperliche Entwicklungsmerkmale. Das alles hätte mich nicht weiter gestört, wenn ich nicht wegen jedem Punkt, den ich aufgezählt habe, gehänselt worden wäre.
Vorbilder zu haben, in denen man sich wiedererkennen kann, sind wichtig und können helfen, sich selbst zu akzeptieren.
Du bist toll mit deinen Locken, Sommersprossen, schwarzen Haaren, dunkler oder heller Hautfarbe, mit deiner Brille, deinen runden Formen, deinem Lispeln, deiner Schüchternheit. Du kannst Abenteuer bestehen oder lieben, mit dem Prinzen oder der Prinzessin durchbrennen, ein Imperium gründen oder Bundeskanzlerin werden, denn du bist toll, so wie DU bist.

Euch erwarten tolle Bücher auf dieser Blogtour, die von interessanten Frauen handeln. Es folgt eine Auflistung der teilnehmenden Blogs. Die noch fehlenden Links werde ich während der Woche einfügen. Wenn ihr mir auf meiner Facebookseite folgt, erhaltet ihr immer die passenden Updates zur Blogtour.

15.02. = Sabine Ibing: http://www.sabine-ibing.ch/literaturblog-sabine-ibing.htm
Buch: Miss Terry von Liza Cody

16.02. =Ira Ebner: http://iraebner.blogspot.de/
Buch: Madame Mao von Anchee Minh

17.02. = Angela Gaede ;)
Buch: Der Fluch der Spindel von Neil Gaiman und Chris Riddell

18.02. = Ela von Immertreu: http://du-bist-was-du-liest.de/
Buch: Auf eigenen Beinen: Eine vierfache Mutter startet in die Selbständigkeit von Petra van Laak

19.02. = Marie: http://www.vielleserin.de/
Buch: Die Spuren meiner Mutter von Jodi Picoult

20.02. = Ulrike Blatter:  https://ulrikeblatter.wordpress.com/
Buch: Puppensammler von Mila Lippke

21.02. = Sabine Ibing


Ich wünsche Euch eine blogtourige Woche.

Angela

Donnerstag, 9. Februar 2017

Warum ich autonome Autorin bin oder #indielesefestival

#indielesefestival

Emma und der Fluch der Haguzza wurde zum Indielesefestival eingeladen. Amazon feiert seine Indie-Titel und Autoren. In diesem Rahmen gibt es nicht nur tolle Preisaktionen, Emma und der Fluch der Haguzza erhaltet ihr für 0,89 €, sondern auch Einblicke in die Autoren-Welten.

Amazon bat die Autoren, die am Festival teilnehmen, einen Artikel oder Post über die Gründe für das Indie-Autoren-Dasein zu verfassen. Das fand ich sehr spannend und deswegen folge ich dieser Bitte.

Wie ihr wisst, habe ich es nicht so mit Etiketten, das bedeutet, ich bezeichne mich weder als Indieautor noch als Selfpublisher. Dafür gibt es zwei Gründe.
Der erste ist ganz simpel, es ist Gewohnheit. Als ich mein erstes Buch selbst veröffentlichte, gab es diese Begriffe im deutschsprachigen Raum nicht. Ich gründete meinen eigenen Miniverlag, nutze BoD, meine Website und putzte fleißig Klinken.
Der zweite Grund ist nicht ganz so simpel. Ich bin Autorin und Schriftstellerin, ich erzähle Geschichten, das ist mein Beruf. Das Verlegen und alles, was damit zu tun hat, gehört ebenfalls zu meinen schriftstellerischen Tätigkeiten, trotzdem ist es nicht der Kern meines Berufs. Ich bin Geschichtenerzählerin.

Als Amazon damals Autoren die Möglichkeit bot, ihre Bücher eigenständig herauszubringen, fand ich das großartig. Ich verfolgte diese Neuerung auf dem amerikanischen Markt und hoffte auf eine baldige Einführung in Deutschland.
E-Books wurden heiß diskutiert, dem Buch wurde mal wieder das Aussterben prophezeit und immer mehr Plattformen boten sich für autonome Autoren. All das fand ich sehr aufregend, besonders die E-Books hatten es mir angetan. Eine neue Buchform, wie cool. Ich empfand es als Erweiterung des gebundenen Buchs und des Taschenbuchs.

Nun habe ich viel erzählt, die Frage “Warum bist du Indie-Autorin“ aber noch nicht beantwortet. Weil ich es als bereichernd empfinde, zu wissen, was es bedeutet ein Buch zu verlegen. Hinter einem Buch steckt nicht nur eine tolle Geschichte, sondern auch viel Arbeit und viele Entscheidungen.

Schaut doch mal in das #indielesefestival rein, ihr könnt nicht nur mein Buch entdecken sondern eine große Bandbreite an Titel.


Ich wünsche Euch einen lese-spannenden Tag.

Angela