Freitag, 20. Oktober 2017

Frag Tante Angela: Halloween Special; Was tun gegen Vampire


Eigentlich wollte ich euch zeigen, wie man einen Kürbis schnitzt, doch dann fand ich es wichtiger, euch vor den Vampiren zu warnen.


Was ist ein Vampir?

Wie wird man zum Vampir?

Was hilft gegen Vampire?


All das und noch mehr, erfahrt ihr im Video.


Ich wünsche Euch eine friedliche, vampirfreie Nacht.

Angela

Montag, 16. Oktober 2017

Frag Tante Angela: Steigerung des Wohlbefindens


Manchmal ist man traurig, schwermütig, hat Sorgen. So geht es jedem von uns. Mein Problem, und auch das mag der ein oder andere kennen, ist die Intensität dieser Gefühle.


Ich gehöre nicht zu den Menschen, die sich diesen Gefühlen für eine gewisse Zeit hingeben und dann loslassen können. Mittlerweile versuche ich, nicht mehr vor ihnen wegzulaufen, ich nehme sie an (mal gelingt das besser, mal nicht). Doch leider sind sie damit nicht aufgelöst oder weg, sie beschäftigen mich weiterhin. Deswegen habe ich für mich Strategien entwickelt, nicht von meinen Emotionen weggetragen zu werden.

Solange ich arbeite, etwas zu tun habe, gelingt es mir besser, die Gefühle zu unterdrücken (na, kennt das jemand?), sobald es ruhiger wird, ich zur Ruhe komme, sind die Emotionen, Sorgen, Gedanken ebenfalls da.

Lösung
Mehr Arbeit!
Nein!
Die Emotionen ziehen Kraft, die vermehrte Arbeit ebenso und hinzukommt noch der Kraftaufwand für das Aufrechterhalten der Gefühlsbarrieren. Wir verbrauchen in solchen Zeiten mehr Kraft, als wir haben, was früher oder später dazu führen kann, dass wir ausgebrannt sind. Als erstes brechen die Barrieren und wenn das im Lebensmittelladen passiert … Das will doch keiner.

Deswegen ist es wichtig, dass wir uns gerade in emotional schwierigen Zeiten Ruhe gönnen und Kraft tanken. Nur wie soll das funktionieren, wenn mit der Ruhe die Sorgen und Gefühle kommen?

Wir sorgen für eine Steigerung des Wohlbefindens.

Anders ausgedrückt, wir tun Dinge, die uns guttun, einen positiven Effekt auf uns haben. Mir helfen Dinge, die beruhigend, ordnend oder heimelig wirken.

Dufttherapie
Der Lavendel hat eine beruhigende Wirkung, sowohl als Duft, wie auch als Tee und Gewürz. Ich bevorzuge ihn als Duft.
Wer Lavendel nicht riechen kann, greift auf einen anderen Geruch zurück. Mittlerweile ist die Bandbreite an z.B. Duftkerzen so groß, dass jeder etwas Passendes findet. Bei den meisten Menschen erzeugen Gerüche Erinnerungen, diese Tatsache können wir nutzen.
Ich besitze eine Duftkerze, die nach gerösteten Mandeln riecht und mich direkt an Weihnachtsmärkte erinnert. Wenn ich das rieche, steigen Erinnerungen aus meiner Kindheit auf. Meine Mama und ich laufen über den Weihnachtsmarkt, alles duftet herrlich, die Stände sind hell erleuchtet und die angebotenen Waren erscheinen mir ausgefallen, wunderschön und exotisch.
Ich fühle mich in dieser Erinnerung wohl.

Beschäftigungstherapie
Dieses Wort wird leider sehr häufig abwertend benutzt. Ich bitte euch, den Begriff neutral zu betrachten.
Vor einigen Jahren hatten wir einen Trauerfall in der Familie. Es war sehr schwer für mich, damit umzugehen. Die Trauer ließ mich nicht los, ich konnte nicht abschalten, ihr nicht entfliehen. Plötzlich war da dieser Gedanke. Ich kann euch beim besten Willen nicht sagen, wo er herkam, wie er entstanden ist.

Ich muss meine Hände beschäftigen!

Das war der Gedanke und ich folgte ihm, indem ich anfing, richtig Stricken und Häkeln zu lernen. Das Konzentrieren auf die Maschen, Muster, das Zählen half mir, für kurze Zeit aus der Trauer herauszukommen.

Handarbeiten
Malen
Puzzeln
Basteln
Gartenarbeit


Alles Dinge, die für mich mehrere Effekte haben. Die Konzentration auf etwas Ordnendes, Zählendes (Malen nehme ich hier aus), was mich beruhigt und meine Gedanken klärt.
Meine Hände sind beschäftigt. Ich kann nicht sagen, warum das für mich so wichtig ist.
Am Ende steht die Ausschüttung von Glückshormonen durch die Aktivierung unseres Belohnungszentrums. Ist die Socke fertig, das Bild entstanden oder blühen die ersten Blumen, haben wir etwas vollendet. Die Arbeit hat sich ausgezahlt, wir werden mit dem fertigen Ergebnis belohnt.

Dem Körper etwas Gutes tun
Beruhigende Tees, heiße Schokolade.
Der Duft allein kann bereits ein Wohlgefühl hervorrufen, hinzukommen die Wärme, Inhaltsstoffe und der Geschmack.
Kochen vereint die Beschäftigungstherapie mit der Dufttherapie und dem Genuss.

Das Lesen
Ihm kommt eine Sonderstellung zu, da es uns forttragen kann und/oder Hilfestellung leistet, je nach dem, was wir lesen. Mich entspannen Krimis und Kinderbücher. Ich kann in die Geschichten abtauchen und eine Weile alles vergessen. Gleichzeitig können mir Sachbücher Hilfestellungen bei gewissen Themen bieten, hier fällt ein Wegkommen von der Thematik allerdings weg.

All diese Strategien machen nicht sofort sorgenfrei oder glücklich, helfen aber für kurze Zeit aus der Trauer, der Schwermut und den Sorgen herauszutreten. Am Anfang vielleicht nur für ein paar Minuten, doch können aus diesen, Stunden werden.

Es geht nicht um Kontrolle oder Weglaufen, es geht darum, sich zu erinnern, dass es möglich ist, sich besser oder sogar gut zu fühlen.


Ich wünsche Euch eine gut-fühl-Woche.

Angela

Freitag, 13. Oktober 2017

Müssen wir meckern?

Angela Gäde autorin

Heute ganz traditionell ein geschriebener Post. Ja, eigentlich wäre heute ein Frag Tante Angela Artikel dran, aber den gibt es am Sonntag.


Stattdessen lasst uns meckern.

Mir ist da etwas aufgefallen, als ich durch Facebook scrollte. Bei dem ersten Artikel ging es um das Thema Kindbett. Im Grunde wurde nur gesagt, dass sich Frauen nach der Geburt ausruhen sollten.

Eigentlich logisch und nicht weiter schlimm.

Falsch!
Die Kommentare gingen überwiegend in die Richtung, dass es ein netter Vorschlag sei, aber nicht umsetzbar, gerade dann, wenn schon Kinder vorhanden sein. Zudem wurde der Eindruck erweckt, dass Männer zu nichts taugen, als den Samen zu spenden, aber das ist eine andere Geschichte.

Theorie und Praxis weichen in der Realität oft voneinander ab.

Das lehrt uns die Erfahrung. Aber müssen wird deswegen direkt meckern und die Vorschläge in der Luft zerreißen?
Ich schreibe an dieser Stelle WIR, weil ich mich gar nicht ausnehmen will oder kann. Auch ich dachte, toller Vorschlag, leider für viele Frauen nicht umsetzbar.

Gestern sah ich ein Video, in dem erklärt wurde, wie man aus 8 Europaletten einen Garten-Korb-Stuhl bauen kann. Witzige Idee, das fertige Ergebnis gefiel mir persönlich nicht. Ich sah, dass dieser Post über 300 Kommentare hatte und mein erster Gedanke war; die meisten werden negativ sein.
Leider hatte ich recht.

Das hält nicht. Dilettanten. So kann man doch nicht arbeiten, mit dem Werkzeug. Die Maße stimmen nicht. Man muss erst …

Ich würde sagen das 70-80 % der Kommentare Gemecker waren. Wir sprechen hier von einer Fun-Bauanleitung und nicht von politischen Meinungen oder dem Rezept für Kindersuppe. Es war nur eine lustige, kreative Idee.

Ist Meckern menschlich oder typisch deutsch?

Warum können wir Dinge nicht einfach stehen lassen, sondern müssen immer unseren Senf dazugeben? Warum muss dieser Senf negativ sein?

Beide Artikel waren nicht schlimm, nicht böse gemeint, es ging nicht einmal um kontroverse Themen.
Frauen sollten sich nach der Geburt schonen.
Korbstuhl aus Europaletten.

Trotzdem haben sich die Leute auf die Worte/Bilder gestürzt und sie zerpflückt.

Mir gefiel der Stuhl nicht, aber ich fand die Idee nett. Wenn es nicht wirklich wichtig ist, kann man die Dinge nicht einfach mal stehen lassen?
Guter Rat.
Ich muss ihn ja nicht annehmen, vielleicht passt er nicht zu mir oder meiner Situation.
Tolle Idee.
Ich muss sie nicht umsetzen, kann aber die Arbeit dahinter wertschätzen.

Wie gesagt, ich nehme mich gar nicht aus beim Meckern. Wie oft sehe oder höre ich etwas und schon kommt das ABER angeflogen.
So kann man das aber nicht sagen. Ist nett gemeint, aber …

Mich nervt das und ich will das nicht mehr. Ich mag nicht dauernd meckern und die negativen Dinge hervorheben, das macht mich nicht froh. Das bedeutet nicht, dass ich meine Meinung unterdrücken will oder alles gut finden muss. Einen Teil meiner Persönlichkeit macht der Zweifler und kritische Beobachter aus, auch das bin ich. Trotzdem muss ich diesen Teil nicht ständig nach außen kehren, vor allem bei Dingen, die einfach nur nett sind.

Da hatte jemand Spaß, etwas zu bauen. Das ist toll. Die Person saß da, grübelte, besorgte sich die Utensilien und baute etwas Nettes. Weil es so ein Spaß war, teilte sie es mit der Welt. Das ist doch schön und das sollte anerkannt werden.

Der Artikel über das Kindbett lässt sich nicht immer umsetzen, vielleicht hat er trotzdem einen positiven Effekt, weil er manchen Menschen die Wichtigkeit einer Erholungsphase näherbringen konnte.

Ob ihr jetzt meckert oder nicht, bleibt euch überlassen. Tut, was euch glücklich macht, doch bedenkt; Was du nicht willst, was man dir tut, das füg auch keinem anderen zu.


Ich wünsche Euch ein meckerfreies Wochenende.

Angela

Donnerstag, 5. Oktober 2017

Frag Tante Angela; Wie backt man einen leckeren, einfachen Apfelkuchen?


Gute Frage, die ich gern beantworte. Der Herbst ist für mich Apfelzeit. Mich befällt im Herbst immer das Verlangen nach Äpfeln, vielleicht weil hier in Hessen überall Apfelbäume am Wegesrand stehen, vielleicht weil einfach Apfelzeit ist. Mit Äpfel kann man tolle Dinge anstellen, z.B. einen Apfelkuchen backen.




Apfelkuchen vom Blech

Zutaten
1 kg Äpfel
2 Tütchen Vanillezucker
200 g Zucker
250 g Butter
5 Eier
350 g Mehl
1 Päckchen Backpulver
1 Prise Salz

Meine Specials (diese Zutaten können weggelassen werden)
Zitronenabrieb einer zum Verzehr geeigneten Zitrone
1 TL Zimt
Mark einer Vanilleschote

Zubereitung
1. Äpfel waschen, schälen, Gehäuse entfernen und in dünne Stücke schneiden.
Vanillezucker, Zimt und Zitronenabrieb zu den Äpfeln geben.
2. Butter und Zucker zu einer cremigen Masse verschlagen. Nach und nach die Eier hinzugeben.
3. Mehl mit Backpulver mischen und löffelweise unter die Butter-Zucker-Ei-Mischung rühren. Alles gut vermischen.
4. Äpfel und Vanillemark zum Teig geben.
5. Backblech mit Backpapier auslegen und den Teig darauf verteilen.
Bei 200 Grad (Ober- und Unterhitze, mittlere Schiene) für ca. 30 Minuten in den Ofen schieben. Nach 20 Minuten überprüfen, ob der Kuchen schon goldbraun und durch ist.
Wenn der Kuchen fertig ist, rausholen und auf einem Rost abkühlen lassen.

Lasst es euch schmecken.

Angela

Donnerstag, 28. September 2017

Frag Tante Angela: Hand-Shake-Konfusion (inspiriert von Markus Wolf)



Im ersten Video der Frag Tante Angela Reihe ging es um die Schwierigkeiten des Umarmens. Ein lieber Zuschauer (schöne Grüße Markus) machte mich darauf aufmerksam, dass bereits die normale Begrüßung eine Herausforderung darstellen kann und damit hat er vollkommen recht. Er nannte es Hand-Shake-Konfusion.

Beispiel:
Du läufst durch die Stadt und plötzlich siehst du einen alten Freund/Bekannten. Ihr seid zur Schulzeit oder auf der Uni gut befreundet gewesen und du freust dich, die Person wiederzutreffen.
So weit, so unproblematisch, doch dann kommen die Fragen auf.

Reicht Händeschütteln? Ist das zu distanziert?
Wir waren doch mal gut befreundet, ist da nicht eine Umarmung angebracht?
Ist eine Umarmung zu viel?

Gerade war man noch voller Freude, der Gang beschwingt, der Mund zu einem Lächeln verzogen, nun gehen die Mundwinkel runter, der Schritt verlangsamt sich.

Was tun?

Gute Frage!
Ich selber habe mir bei so einer Hand-Shake-Konfusion schon mal böse die Nase gestoßen. Aus Unsicherheit vollführte ich eine Hand-Schüttel-Halb-Umarmung, bei der meine Nase Bekanntschaft mit der Schulter meines Gegenübers machte.

Es gibt Menschen, die damit überhaupt kein Problem haben. Was ist ihr Geheimnis, habe ich mich gefragt. Die Antwort ist recht simpel.

Freitag, 22. September 2017

Frag Tante Angela: Wie man sich richtig streitet


Der Titel ist ein bisschen irreführend, denn eigentlich geht es nicht darum, wie man sich richtig streitet, sondern, wie man richtig diskutiert.

Ein Streit führt selten zu seiner Lösung.

Aber genau das, wollen wir, eine Lösung finden.

Ziele eine Diskussion
1. Situation klären
2. Sich besser fühlen
3. Ein Kompromiss finden


Um das zu erreichen, sollten wir auf ein paar Dinge verzichten.
Vermeiden
1. Vorwürfe
- denn sie führen nur zu …
-- Rückzug
-- Ablehnung
-- dicht machen
2. Beleidigungen
- bedenke, ob du so behandelt werden willst, willst du beleidigt werden?

Was sollte man stattdessen tun? Wie führt man eine Diskussion, damit sie zu einer Lösung führt?

1. Situation betrachten
- was fühle ich?
- was ist der Grund für die Wut?
- was ist der wahre Grund?

2. Grund für die Wut erkennen
- mit dem Grund können wir arbeiten.

3. Grund benennen, der anderen Person erklären
- dabei nur bei sich bleiben. Nur von sich sprechen.
-- Ich bin sauer geworden, weil … (vermeiden das Wort DU, bleib nur bei dir)

An diesem Punkt kann man wie folgt vorgehen.
1. Situation darstellen (möglichst neutral)
2. Grund für die z.B. Wut benennen
3. Wunsch äußern
Wichtig,
bleibe bei dir, so vermeidest du, in Vorwürfe abzugleiten.

4. Kompromiss finden
- Welche Bedürfnisse habe ich?
- Welche Bedürfnisse hat der andere?
- Was können BEIDE tun, verändern?

Die genannten Punkte funktionieren natürlich nur, wenn beide Parteien zu einer Lösung oder Verbesserung der Situation bereit sind. Ist das nicht der Fall, dann ist es ratsam, sich Hilfe zu suchen in Form eines Moderators, Mediators oder Paartherapeuten.


Ich wünsche Euch ein friedliches Wochenende.

Angela

Dienstag, 12. September 2017

Frag Tante Angela: Emotionen oder wie komme ich wieder runter.



Gute Nachricht, eine Emotion dauert nur durchschnittlich 15 Sekunden.
Schlechte Nachricht, davon merken wir meistens nichts.
Hat dich eine Emotion befallen, dann fühlt es sich oft so an, als wolle sie nicht mehr aufhören. Bei Glücksgefühlen ist das nicht weiter wild, aber was sollen wir bei Angst, Wut oder Traurigkeit tun?

Weil die Wut ein Gefühl ist, das fast jeder kennt, habe ich sie als Beispiel herausgegriffen und zeige euch im Video, welche Tricks ich mir angewöhnt habe, um wieder runterzukommen (um meine Gefühle zu beruhigen).

Kurze Übersichte
Strategien, um die Wut abzubauen

1. Situation verlassen
- Mit Wut im Bauch ist es nicht angebracht, Gespräche zu führen, da sie meistens in einem Streit münden.

2. Meditieren
- Mindestens 5 Minuten, um den Körper zu beruhigen.

3. Lachen
- Wichtig; es müssen richtig schlechte Witze sein.

4. Physische Aktivität (wenn meditieren und lachen nichts bringen oder nicht zu einem passen)
- Sandsack oder Kissen verprügeln.
- mit Socken werfen.
- Sport machen.

Strategien des Verstandes

1. Emotion erkennen
- Emotion erkennen, bevor sie einen komplett eingenommen hat.

2. Emotion verstehen
- Warum werde ich gerade wütend? Den Grund suchen.

Positiver Effekt, der Kopf ist beschäftigt und das Erkennen des Grundes hilft, Lösungen zu finden. Wie man diese Erkenntnisse z.B. bei einem Streit oder einer Diskussion richtig vorbringt, darüber reden wir nächste Woche.


Ich wünsche Euch einen emotional ausgeglichenen Tag.

Angela